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Staatsfeindliche Biographien?
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Beschreibung
Wie entstehen staatsfeindliche Biographien Martina Schiebel untersucht in ihrer Studie, wie in Ost- und Westdeutschland der 1950er und 1960er Jahre politische »Staatsfeind:innen« gesellschaftlich hergestellt wurden und wie die entsprechenden Personen damit umgegangen sind. Im Mittelpunkt steht dabei nicht nur staatliches Handeln, sondern der soziale Prozess, durch den bestimmte Personen oder Gruppen als loyal oder als bedrohlich wahrgenommen wurden.
Methodisch entwickelt die Studie einen rekonstruktiven Ansatz, der einerseits verschiedene theoretische Perspektiven miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist das Konzept der politischen Kultur, das mit Ansätzen aus der Öffentlichkeits- und Institutionentheorie ergänzt und figurationssoziologisch gebündelt wird. Andererseits wird, um den sozialen Konstruktionsprozess politischer »Staatsfeind:innen« empirisch zu erfassen, ein triangulierender Zugang verschiedener Untersuchungsebenen gewählt: Biographien, persönliche Dokumente, Archivmaterialen, Strafprozessakten, öffentliche Debatten und mediale Diskurse. So rekonstruiert die Studie eine »Figuration der Geachteten und der Geächteten« - ein dynamisches Geflecht von Anerkennung und Ausgrenzung. Veränderungen darin sind eng mit wechselnden Machtkonstellationen und historischen Einschnitten verbunden.
https://rasenkanthub.com/licenses/by-nc-nd/4.0/legalcode
Methodisch entwickelt die Studie einen rekonstruktiven Ansatz, der einerseits verschiedene theoretische Perspektiven miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist das Konzept der politischen Kultur, das mit Ansätzen aus der Öffentlichkeits- und Institutionentheorie ergänzt und figurationssoziologisch gebündelt wird. Andererseits wird, um den sozialen Konstruktionsprozess politischer »Staatsfeind:innen« empirisch zu erfassen, ein triangulierender Zugang verschiedener Untersuchungsebenen gewählt: Biographien, persönliche Dokumente, Archivmaterialen, Strafprozessakten, öffentliche Debatten und mediale Diskurse. So rekonstruiert die Studie eine »Figuration der Geachteten und der Geächteten« - ein dynamisches Geflecht von Anerkennung und Ausgrenzung. Veränderungen darin sind eng mit wechselnden Machtkonstellationen und historischen Einschnitten verbunden.
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